Wilma in der Wurmkiste fragt

Warum eine Wurmkiste?

Wieso, weshalb, warum? Hier erfährst du, welche vielen kleinen Vorteile eine Wurmkiste hat.

Mehrwert

Küchenabfälle sind wertvoller als man denkt. Durch die Wurmkompostierung wird dem „Abfall“ ein neuer Zweck zu geführt – „Upcycling“ sozusagen. Dadurch entsteht…

Weniger Müll

Der für mich wichtigste Faktor: Es entsteht deutlich weniger Hausmüll. Das freut nicht nur den Planeten, sondern auch (Achtung, die Herren!) die Person, die immer den Müll rausbringen muss. Außerdem wundert es mich immer wieder, wie viele Küchenabfälle ich in die Wurmkiste hinein gebe und wie sehr sich der Inhalt reduziert. [Spock:] „Faszinierend.“

Selbstgemacht

Die Würmer produzieren Wurmhumus und Dünger. Beides kann für Blumentöpfe und Pflanzenkübel verwendet werden. Es muss also nichts Derartiges gekauft werden – das spart Geld, Energie und Ressourcen.

Feine Erde

Boden, der in den Genuss von Wurmhumus kommt, ist deutlich fruchtbarer als normale Blumenerde oder Gartenkompost. Da freut sich das Pflänzchen.

Gut ernährt

Die Würmer wollen gesund ernährt werden. Nicht zu viel von einer Sorte, schön abwechslungsreich. Vielleicht spornt das ja den ein oder anderen an, sich auch selbst bewusster zu ernähren. Na dann, bon appetit!

Wenig Platz

Die Wurmkiste nimmt im Gegensatz zum Komposthaufen wenig Platz ein. Außerdem funktioniert sie auch ohne Garten und Balkon. Sie kann z. B. in eine Nische der Küche oder in die Abstellkammer gestellt werden. Es gibt auch Holzbänke mit Fach, in der sich die Würmer bestimmt wohl fühlen.

In der Natur

Grundsätzlich wird empfohlen, die Wurmkiste in der Wohnung zu haben. Denn Würmer mögen es gern warm. Meine Wurmkiste steht allerdings das ganze Jahr draußen auf dem Balkon, das klappt bisher super. Und so bin ich auch an ungemütlichen Tagen mehr draußen. Nicht lange – aber immerhin.

Freu(n)de

Würmer, deine neuen Freunde – nein, das war eigentlich nicht gemeint. Vielmehr, dass die Wurmkiste viel Freude macht. Wenn ich z. B. neue kleine Würmchen sehe, weckt das Urinstinkte. Auch Freunde und Kollegen habe ich schon damit angesteckt. Wer Genaueres wissen möchte, ist herzlich eingeladen, den Workshop Wurmkomposterbau am 19. April 2014 zu besuchen.

Noch mehr Vorteile einer Wurmkiste?

Du hast auch Spaß mit deiner Wurmkiste und schon Erfahrungen gesammelt? Welche Vorteile siehst du bei der Wurmkompostierung? Wilma freut sich auf deinen Kommentar.

5 Kommentare zu “Warum eine Wurmkiste?

  1. Pingback: Die Wurmkiste im veedelfunker | Wilma in der Wurmkiste: Einen Wurmkompost selber bauen

  2. Hallo Anja,

    über Umwege bin ich hier auf dein kleines Projekt gestoßen, das meine Neugierde geweckt hat. Da ich keinen Garten habe, bietet sich eine Wurmkiste für mich perfekt an.
    Nachdem ich alle deine Beiträge dazu verschlungen habe, stellen sich mir allerdings noch ein paar (hoffentlich nicht zu blöde) Fragen:

    1. Ich möchte zwar an meinem grünen Daumen arbeiten, pflanze jedoch (noch) nichts selbst an, weil ich mich da überall erst noch mal richtig schlau machen muss. Das würde also bedeuten, dass ich den Humus sowie den Tee noch gar nicht gebrauchen kann. Nun kann ich mir schlecht vorstellen, was für eine Menge da so entsteht und kann nicht einschätzen wie und wo ich das alles aufheben könnte bis es mit dem grünen Daumen mal soweit ist. Könntest du da Licht für mich ins Dunkle bringen?

    2. Eier dürfen nicht hinein, Eierschalen jedoch schon. In Eierschalen hängt ja oft noch ein bisschen glibberige Ei-Masse. Bedeutet das, dass ich die Eierschalen auswaschen muss?

    Ich freue mich auf deine Antworten und würde dann wohl auch gern zu einem Workshop von dir kommen 🙂

    Viele Grüße,
    Dany

    • Hallo Dany, danke für deinen Kommentar – und schön, dass du dir eine Wurmkiste zulegen möchtest.

      1. Das kommt auf die Größe der Wurmkiste bzw. auf die kompostierete Menge an. In einer normalgroßen Kiste entsteht nicht sooo viel Wurmhumus. Ab und zu eine Handvoll in den Topf einer Zimmerpflanze reicht absolut. Wurmtee (überiegend im Sommer) mehr – du kannst ihn einfach mit Sauerstoffzufuhr (z. B. in einem leeren Marmeladenglas mit Löchern im Deckel) aufbewahren. Ohne Luft fängt er an zu stinken.

      2. Nein, das ist nicht notwendig. Die Würmer fressen die Eierschalen nicht, sie sind aber gut für den Humus. Das bisschen Ei macht nichts.

      Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Viel Erfolg!

      Liebe Grüße
      Anja

      • Hallo Anja,

        vielen Dank für deine schnelle Antwort! Dann steht dem Ganzen ja nichts mehr im Wege 🙂 Hoffentlich kann ich jemanden überreden mit zu deinem Workshop zu kommen, dann sieht man sich ja vielleicht mal bald.

        Ich finde deine gestalterischen Arbeiten und auch deine Prinzipien in der Hinsicht übrigens toll. Ich bin auch Webdesignerin/gelernte Mediengestalterin aber habe mir bisher noch nie Gedanken darüber gemacht, mit meiner Arbeit Nachhaltigkeit zu unterstützen. Wie bist du dazu gekommen?

        Liebe Grüße,
        Dany

        • Hallo Dany, wunderbar – und danke für das Kompliment! Die Antwort auf deine letzte Frage passt nicht ganz hierher – darüber können wir ja dann nach dem Workshop sprechen 🙂

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